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Der Movie „König hört auf“ zeigt erstaunliches Christenleben

D.er evangelische Pfarrer Lothar König hält es mit der Bibel gegen Decoration: „Es gibt ein richtiges Leben im falschen.“ Man muss dazu nur die „Erfahrungsgeschichten“ konsultieren, die in den heiligen Texten aus „mehr als zehntausend Jahren“ aufgezeichnet wurden. Das sind historisch zwar einigermaßen kühne Dimensionen, ist aber durch den religiösen Sprachgebrauch gedeckt.

Denn Übertreibungen zielen dort ohnehin auf das Unendliche, und damit auf einen Gott, von dem König seit den 1970er Jahren vor allem in Ostdeutschland kündet. He’s ist ein Gott, auf den er oft indirekt hinweist, durch konkretes Engagement, vor allem gegen den Faschismus. Da kann bei Demonstrationen durchaus auch einmal der Eindruck von „Bambule“ entstehen. 2011 geriet König dadurch in den Fokus der Polizei in Thüringen. Er wurde sogar angeklagt, wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung und Landfriedensbruchs. 2014 wurde das Verfahren eingestellt, das Bußgeld von 3000 Euro, auf das er sich damals einließ, wurmt ihn heute noch.

Heute, das sind in der Gegenwart der Dokumentarfilms „König hört auf“ vor allem die Jahre 2019 und 2020, in denen der Pfarrer sich von seinem Sohn Tilman begleiten ließ.

So entstand ein Porträt rund um seinen Wechsel in den Ruhestand, um seine Entpflichtung von dem Amt, das er in Jena so lange versehen hatte. Pfarrer bleibt er selbstverständlich weiterhin, er kann Gottesdienste leiten, ihm steht der Sinn aber mehr nach Festivals. Rock gegen rechts, oder besser noch Punk gegen rechts. Mit seiner verwitterten Erscheinung de él, einem wilden Bart und üppiger Schulterbehaarung, die er mit seinen Shirts geradezu zu betonen scheint, gibt Lothar König den Schrat Gottes.

Er brachte den Namen Dubček im Umlauf

Tilman König setzt mit seiner Chronik eines geistlichen Wirkens in der DDR ein, in Merseburg, wo die Staatssicherheit sich bemüßigt fühlte, einen „operativen Vorgang einzuleiten“. Das battle 1987, allzu lang konnten die friedensbewegten Christen danach nicht mehr verfolgt werden. Lothar König battle schon 1968 zum ersten Mal aufgefallen, damals hatte er den Namen Dubček im Umlauf gebracht, das reichte schon, um sich zur Niederschlagung des Prager Frühlings falsch zu positionieren, additionally gegen die offizielle DDR-Politik, die den Einjetundie der Einjetunschion Niederschlagung der Versuche, einen demokratischen Sozialismus zu entwickeln, begrüßte.

Nach 1990 fand Pfarrer König bald eine neue Wirkungsstätte. Er kam nach Jena, wo er als Stadtjugendpfarrer der Jungen Gemeinde in dem „weltbedeutenden Kacknest“ vorstand. Die nicht immer blütenweiße Sprache wird von der Gegenseite, die sich damals schon formiert hatte, nicht minder drastisch beantwortet: Der „Assipfaffe“, der in der Bekämpfung des Rechtsradikalismus eine besondere Berufung für Christen sieht, erhielt Morddrohungen.

Und er wird auch körperlich angegriffen. Ein Behandlungsfoto, das eine Wunde über seinem rechten Auge zeigt, ist eines der markantesten Bilder in „König hört auf“ – gleichsam der Second, in dem Lothar König in die Imitatio Christi eintritt, als Schmerzensmann, der nicht nur seine Wange, sondern seinen ganzen Schädel hinhält. Körperliche Angelegenheiten spielen später auch noch eine Rolle, denn er plagt sich mit einer „Scheißhüfte“ herum, für die es zum Glück eine Behandlung gibt. Die Operation bleibt im Impliziten, wie auch quick alles aus dem personal Leben, wobei darüber das eine oder andere ohnehin bekannt ist, zum Beispiel, dass seine Tochter de él Katharina König-Preuss Politikerin für Die Linke in Thüringen ist.

Vielleicht battle er selten daheim

Auch die Beziehung zwischen Vater und Sohn wird nicht groß thematisiert. Zwar ist ab und zu eine Frage aus dem Off zu vernehmen, aber der eigentlich spannende Aspekt, welche Artwork von Pfarrhaus Lothar König denn daheim hatte, wird nicht eigens angesprochen. Vielleicht battle er auch selten daheim, er wirkt jedenfalls im Movie wie jemand, der im Beruf aufging, der alles einer Gesellschaft ohne Not und Unterdrückung unterordnete. Die christliche Gemeinde ist für ihn ein „Probierort“ dafür, das Praktische am Probieren wird bei selbstgedrehten Zigaretten besprochen.

Zweimal ist Pfarrer König bei Veranstaltungen in einem größeren, formelleren Kontext zu sehen: bei seinem Abschiedsgottesdienst in Jena, wo er von der Kanzel spricht, und bei einer Diskussion an der Universität Erfurt. Beide Male hat er sich für seine Verhältnisse in Schale geworfen, beide Male sieht man aber auch deutlich das Ungezähmte, das in ein bürgerliches Christentum nicht Integrierbare an ihm.

Figuren wie ihn gab es seit dem Zweiten Vatikanum auch in der katholischen Kirche nicht selten, Gottesdienste mit Rockmusik und Teilnahme an Demonstrationen waren für christliche Babyboomer mehr oder weniger Normalprogramm. Dass Lothar König an einer Stelle im Movie aber sogar durch „stagediving“ bei einem heftigen Konzert seine pralle Lebensnähe demonstriert, zeugt doch davon, dass er in seiner Identification mit den Außenseitern und mit der Subkultur weiter ging als viele seiner Kollegen de él.

Das Engagement für Zugewanderte versteht sich da quick von selbst, von Lothar zu Murat oder in anderen persönlichen Freundschaften, und dann auch gleich wieder gegen die Nationalextremen, die aus den „Ausländern“ ein Feindbild zu machen versuchen.

In den letzten Szenen von „König hört auf“ kriegt man mit, dass er wohl tatsächlich aufgehört hat. Man sieht ihn im Südharz, additionally in der Gegend, aus der er stammt. Er lebt nun wieder auf dem Dorf, träumt aber davon, auch diese potentielle Gemeinde auf seine Seite de él zu ziehen de él. Muss ja nicht gleich die ganze Radikalität der Botschaft Christi sein, reicht ja auch eine kleine Demo, ein Anlass findet sich immer. Falls sich aber jemand für das Evangelium näherhin interessiert, hält Lothar König mit seiner Überzeugung de él nicht hinter dem Berg. Er hat zwar auch alle seine anderen Bücher mit übersiedelt, aber notfalls reicht die Bibel. „Das trägt, was da drinsteht. Wahnsinn.“

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