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Route du Rhum: Imoca-Showdown – Dalin und Beyou jagen Ruyant

Bei der 12. Route du Rhum läuft der finale Kampf um den Sieg bei den Imocas. Während sich Boris Herrmann nach Bekanntwerden seines technischen Issues mit den Metallbolzen am Oberteil seines Foil-Kastens auf Platz 24 hält, führt Thomas Ruyant auf “LinkedOut” das Feld der 34 verbliebenen Yachten weiter an. Der Franzose hatte dem großen Favoriten und Landsmann Charlie Dalin die Führung am 18. November abgejagt und verteidigt sie eisern. Doch in der Nacht zum 20. November konnte “Apivia”-Skipper Dalin seinem Landsmann wieder dichter ans Heck rücken. Nur noch fünf Seemeilen trennten Ruyant und Dalin am Sonntagmorgen.

Das Duell bleibt hochspannend. Vor allem mit Blick auf die klassisch komplexe finale Rundung von Guadeloupe auf dem Weg ins Ziel. Oft schon sorgten hier unbeständige Winde und Flautenfallen für eine Final-Minute-Erschütterung der Ergebnistabelle. Kann additionally der 41-jährige Transat-Jacques-Vabre-Sieger Ruyant aus Dunkerque seinen Vorsprung ins Ziel retten? Oder holt Charlie Dalin ihn doch noch ein?

Ruayant wird im Endspurt von schönen Erinnerungen begleitet. Der eher stille, aber stets entschlossen und kampfstark agierende “LinkedOut”-Skipper hat vor dieser Version einmal an der Route du Rhum teilgenommen. Vor zwölf Jahren gewann Thomas Ruyant die Route du Rhum im ersten Anlauf – damals in der Class 40. Ruyant sagt: “Ich habe erst einmal an der Route du Rhum teilgenommen und gewonnen. Das sind natürlich schöne Erinnerungen. Ich denke da an das wunderbare Finale am frühen Morgen mit Gewitterböen. Und überall waren Regenbögen.”

Ganz alleine ringen Ruyant und Dalin aber nicht um den Sieg. Hinter ihnen hat Jérémie Beyou das Gaspedal auf seiner aggressiv konstruierten “Charal 2” in den vergangenen 24 Stunden mächtig durchgedrückt. Quick sieht es so aus, als hätte Beyou jetzt die richtigen Gänge auf seinem neuen Sam-Manuard-Entwurf gefunden. Die erst im Spätsommer fertiggewordene “Charal 2” battle schon beim Stapellauf mit ihrem Scow-Bug, sehr schlankem Rumpf und der X-förmigen Ruderkonfiguration aufgefallen. “Typisch Beyou”, hieß es umgehend und überall zum futuristischen anmutenden Foiler.

Der 46-jährige Dauerbrenner im Oberhaus der Imoca-Klasse zeigt aktuell, dass sein Weg in die richtige Richtung weist. Das brandneue Boot leistet bei seiner Regatta-Premiere in der Route du Rhum zuverlässige Dienste wie ein Uhrwerk. Die 40 Seemeilen Rückstand auf Ruyant jedoch sind aber ein Brocken, den zu vertilgen auch der schwarz-roten Rennmaschine von Beyou auf dem verbliebenen letzten Abschnitt der Strecke nicht ganz leicht fallen dürfte.

Jérémie Beyou bezog sich am Samstag auf die unbeständigen Winde mit Gewitterböen und die Probability auf ein weiteres Vorrücken, als er sagte: “Es kann passieren. Und es kann wieder passieren. Du should Gasoline geben und an dich glauben.” Subsequent sagte Beyou: “Aktuell wird der Wind stärker. Ich achte sehr auf mein Boot, denn wichtig ist es, dieses Rennen zu beenden. Es ist schon nicht schlecht, mit dem neuen Boot bis hierher gekommen zu sein. Wir sollten nichts Dummes tun, was das alles ruiniert. Additionally das Boot nicht zu sehr treten oder den Mast schlecht einstellen. Ich segle seit Beginn des Rennens auf einem Podiumsplatz. Ich wäre sehr unglücklich, wenn das nun nicht auch am Ende des Rennens der Fall sein würde.”

Gleichzeitig wissen alle, dass Jérémie Beyou als Typ kein zurückhaltend agierender Segler ist. Charals Technischer Director Pierre-François Dargnies sagt: “Jérémie kennt das Wort ‘konservativ’ nicht. Das ist der Grund, warum wir ein sehr starkes Boot für ihn vorbereitet haben. Wir wissen, dass er ein Boot nicht konservativ managen kann. Er will ein Rennen immer gewinnen. Auch dann, wenn ich sage, dass es das erste Rennen ist, wir es beenen müssen und die Erfahrung brauchen. Dann sagt er ‘Ja, aber ich will Gasoline geben’, weil für ihn jedes Rennen wichtig ist.”

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