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Wey Espresso 01 – Komfortabler Cruiser mit großer E-Reichweite

Fahrbericht
Wey Espresso 01 – Komfortabler Cruiser mit großer E-Reichweite



Quelle: ampnet

Die chinesische Marke Wey will sich im Premium-SUV-Phase established. Dementsprechend gibt man sich mit dem Espresso 01 klassisch elegant und komfortabel. Bei der elektrischen Reichweite überholt der Neuling die Konkurrenz.

Die Basisversion des Wey Espresso 01 kostet rund 55.900 Euro.

(Bild: Autoren-Union Mobilität / Wey)

Die Chinese language sind da und dieses Mal wollen sie auch bleiben. Zu den neuen Marken aus der Volksrepublik gehört Wey aus dem Nice-Wall-Konzern mit seinem ersten SUV, dem Plug-in-Hybrid Espresso 01. In China rollt das Modell übrigens als Mokka über die Straßen – dagegen hätte in Europa wohl Opel einiges einzuwenden gehabt.

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Der Wey Espresso 01 kommt in einem klassischen SUV-Design auf den Markt und fügt sich nahtlos in dieses Phase ein. Die Formensprache ist dabei eigenständig und mit einer Länge von 4,87 Metern entspricht er den in dieser Klasse üblichen Abmessungen. Die Kreativen in der Konzernzentrale verzichteten bewusst auf Spielereien, und so hat der Espresso 01 einen unauffällig eleganten Auftritt. Wobei die wuchtige Frontpartie schon für ein starkes Selbstbewusstsein spricht.

Das Ausgefallene versteckt sich hinter der Frontpartie sowie zwischen den Achsen und im Heck. Zwar neigt sich die staatliche Förderung der Plug-in-Hybride dem Ende entgegen, doch bei Wey setzt man auf diesen Antrieb. „Wir betrachten diese Technologie als Brückentechnik und glauben, dass diese Brücke noch sehr lange da sein wird“, erklärt Marketingleiter Timo Jahnke. „Außerdem wollen wir damit Kunden überzeugen, die der Elektromobilität noch skeptisch gegenüberstehen.“

Reichweite von 146 Kilometern

Zwischen den Rädern montierten die Wey-Entwickler einen 39.7 kWh starken Akku, der dem Espresso 01 eine Reichweite von 146 Kilometern nach WLTP ermöglichen soll. Geladen werden kann der Energiespeicher mit maximal 50 kW. Die Kombination aus Verbrenner (204 PS) und den beiden Elektromotoren (120 kW und 135 kW) ergibt eine Systemleistung von 476 PS. Das maximale Drehmoment ist bei 847 Newtonmetern erreicht.

Die Kraftübertragung übernimmt ein unauffällig agierendes Neun-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, das von Nice Wall entwickelt wurde. Der Elektroantrieb an der Hinterachse besitzt ein eigenes Zwei-Gang-Getriebe, das für eine bessere Kraftentfaltung und ein höheres Tempo im Elektrobetrieb verantwortlich ist.

Nice Wall gib eine Beschleunigung von fünf Sekunden von 0 auf 100 km/h an, und die Höchstgeschwindigkeit ist bei 235 km/h erreicht. Beim Verbrauch schlägt wieder die realitätsferne WLTP-Messmethode zu, die 0,4 Liter auf 100 Kilometer verspricht. Tatsächlich lag der Verbrauch nach einer ersten 150 Kilometer langen Runde durch das ländliche Portugal am Ende bei 2,8 Liter – nicht schlecht für einen 2,3-Tonner.

Verspieltes Innenraumdesign

Ist das Außendesign schon unauffällig, so setzt sich dieser Eindruck im Inneren fort – quick. Die Ambientebeleuchtung tischt im Wechsel verschiedene Farben auf, das zentral angeordnete große Show bietet zum Begin asiatische Farbenspiele und auch das serienmäßige Head-up-Show wirkt für Europäer auf den ersten Blick etwas verspielt.

Die Informationszentrale vor dem Lenkrad hingegen ist etwas klein geraten, sodass die verschiedenen Symbole nur schwer zu erkennen sind. Der Innenraum ist aber angenehm großzügig gestaltet, die (veganen) Materialien machen einen der Preisklasse angemessenen Eindruck, und auch im Fond ist ausreichend Platz.

Die Verarbeitung entspricht europäischen Requirements. Allerdings ist der Kofferraum mit 385 Liter Fassungsvermögen etwas klein geraten, doch das soll sich bald ändern. „Wir werden bei der ersten Aktualisierung eine verstellbare Rücksitzbank einführen“, verspricht ein Wey-Sprecher.

Drei Rekuperationsstärken

Über den zentralen Monitor lassen sich die verschiedenen Einstellungen steuern. Dazu gehört auch die Rekuperation. Allerdings sind die drei möglichen Stärken nur über ein Untermenü im Monitor einstellbar, was wiederum vom Fahrgeschehen ablenkt. Zudem könnte die Energierückgewinnung durchaus etwas stärker eingreifen.

Die Lenkung arbeitet präzise und das Fahrwerk ist eindeutig in Richtung Komfort ausgelegt. Die Sitze (mit Belüftungs-, Heizungs- und Massagefunktion) passen sich der Abstimmung an, bieten ausreichend Seitenhalt, wobei der Espresso 01 alles andere als ein Sport-SUV ist. Stattdessen ist er vielmehr als Cruiser ausgelegt, der nicht unbedingt dynamisch durch Kurven gejagt werden will.

Basisversion ist ab 55.900 Euro erhältlich

Die Serienausstattung ist bereits umfangreich. Neben den Matrix-Scheinwerfern gehören Parkkameras, DC-Anschluss, 21-Zoll-Felgen und das Head-up Show zur Serie, das den minimalistischen Tacho intestine ergänzt. Außerdem sind alle denkbaren Assistenzsysteme einschließlich automatischer Einparkhilfe an Bord.

Die Preisliste für den Espresso 01 beginnt bei 55.900 Euro für die Basisversion. Die Variante Luxurious kostet 59.900 Euro. Im ersten Quartal des kommenden Jahres startet der kompaktere Espresso 02 zu Preisen, die bei rund 45.000 Euro beginnen sollen.

(ID:48761454)

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